Tagesgeschehen vom Sonntag - 19. Mai

Er hat uns die Ewigkeit ins Herz gelegt

Die Konferenz ist umgezogen. Darum fand der festliche Ordinationsgottesdienst am Sonntagvormittag in der voll besetzten Christuskirche in Zwickau-Planitz statt. Superintendent Stephan Ringeis forderte im Anschluss an die Begrüßung die Gemeinde auf mit den Worten: „Lasst uns Gott loben, denn darum sind wir hier.“ Und so erklang das Lob Gottes in vielfältiger Weise in diesem Gottesdienst: im Gemeindegesang, durch die Organisten und begleitende Musiker, den Konferenzchor und einer kleinen Band des KJW. Auch wenn wir uns dessen bewusst sind, was der Konferenzchor in einem seiner beiden Vorträge sang: „Wäre Gesanges voll unser Mund, tief wie das Meer und sein Rauschen … es reichte doch nicht, dich Gott, unseren Gott recht zu loben.“

Bezugnehmend auf ein vorangegangenes Anspiel sprach Bischof Harald Rückert von Menschen, die Träume haben von der Zukunft und verpassen dabei das Leben in der Gegenwart. Und umgekehrt gibt es Menschen, denen der ängstliche Blick in die Zukunft das jetzige Leben eng erscheinen lässt. Darum scheint die Verbindung von Gegenwart und Zukunft nicht immer mühelos zu klappen. Wenn wir den Blick aber auf das Thema der Konferenz „Von der Freude am Vorläufigen“ richten in Verbindung mit dem Text aus dem Buch des Predigers „Er hat uns die Ewigkeit ins Herz gelegt“, dann können wir erkennen, dass Gott uns eine Ahnung ins Herz gelegt hat, die über das Vergängliche hinausgeht. Die Ewigkeit im Herzen zu haben, eröffnet uns einen neuen, wunderschönen Horizont. So sprach der Bischof auch von mehreren Augenblicken bei der diesjährigen Konferenz, bei denen die Gegenwart die Ewigkeit aufleuchten ließ. Damit ermunterte er alle, die dabei waren, diese Erfahrungen zu teilen mit den Gemeinden vor Ort.

An die Ordinanden gerichtet, ermunterte sie Bischof Harald Rückert, das Bild von der Ewigkeit im Herzen zu bewahren und damit ihren Dienst zu tun sowie sich daran zu üben, das Vorläufige zu tun und dabei an die Vollendung zu glauben. Der versammelten Gemeinde gab der Bischof die Ermutigung mit: Mit der Ewigkeit im Herzen lässt uns als Gemeinden heute schon von Gottes Zukunft leben.

Ordiniert wurden in diesem Gottesdienst Kathryn Harris-Weishaupt und Hendrik Alexander Walz. Eine besondere Freude war, dass bei der Ordination und der dazugehörigen Segnung auch Bischöfin Cynthia Moore-Koikoi mitwirkte von der Western Pennsylvania Conference. Da es in den USA eine gute Tradition ist, den Ordinanden eine Stola zu überreichen, überreichte die Bischöfin auch diesen beiden nun Ordinierten eine solche.

Reinhard Blechschmidt überbrachte die Grüße und Wünsche der Laienvertreter unserer Ostdeutschen Jährlichen Konferenz.

Mit einem Vortrag der Band des KJW-Ost klang der Gottesdienst aus und wurde mit einem herzlichen Applaus bedacht. So ging ein Fest zu Ende, doch am Nachmittag wird es das nächste Fest mit dem Sendungsgottesdienst geben, so Superintendent Stephan Ringeis, der den Gottesdienst geleitet hat.
UMÖ


Alles Königskinder bei der KiKo!

Kurz nach 10 Uhr begann in der gut gefüllten Lukaskirche der Eröffnungsgottesdienst der KiKo unter dem Thema „Wir sind Königskinder“. In einem kurzen Anspiel und einer Geschichte von vier verwaisten Geschwistern wurde wunderbar deutlich, dass jeder von uns sich Königskind nennen darf, weil Gott der König ist und wir seine Kinder sind. Einfach so, so wie wir sind, bedingungslos und mit den Gaben, die uns geschenkt sind. Keiner muss sich vor Gott verstellen oder sich in besonderen Fähigkeiten einüben. Gott liebt jeden von uns in seiner Einmaligkeit.

Zum äußeren Zeichen dafür gab es im Gottesdienst die Gelegenheit, sich eine Krone zu basteln. Es wurde viel gesungen und sich dabei bewegt, begleitet von einer tollen Band, die von Verona Lasch an-geleitet wurde. Sie verabschiedeten wir im Gottesdienst mit liebevoll und sinnig ausgewählten Geschenken.

Nach dem Gottesdienst gab es auf dem weitläufigen Gelände eine Menge zu entdecken, auszuprobieren und zu gestalten. Da war für jeden etwas dabei. Bierkistenstapeln, Turmbesteigung, Kissen nähen, frisieren lassen, Luftballontiere, lebensgroßer Tischkicker und und und.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Durch die reichlich vorhandenen Getränke musste an diesem Tag keine Kehle trocken bleiben. Das Elterncafé bot wieder die Gelegenheit bei Kaffee, Kuchen und Herzhaftem zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.

Die Abschlussshow musste dann auf Grund technischer Probleme entfallen. Und so wurde die KiKo beendet, wie sie begonnen hatte. Singend, betend und in der Freude darüber, ein Königskind – ein Gotteskind zu sein. Das darf jeder für sich in Anspruch nehmen und sich so schon auf die KiKo im kommenden Jahr freuen.

asu


Am Vorläufigen Freude finden

Sendungsgottesdienst der 52. Tagung der OJK

Den Schlusspunkt der Konferenz und zugleich den Startpunkt für das neue Konferenzjahr setzte der Sendungsgottesdienst in der vollbesetzten Christuskirche Zwickau-Planitz. Geleitet wurde dieser von Superintendent Christhard Rüdiger.

Pastor Werner Philipp predigte zum Konferenzthema „Am Vorläufigen Freude finden“, sagte aber zugleich, dass wir das Ewige im hier versuchen sollen wahrzunehmen. Darüber hinaus verkündigte er Prediger 3 Vers 11 „ …dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende“. Werner Philipp erklärte allerlei Wissenschaftliches und brachte dies mit den Texten aus Prediger bzw. anderen Texten aus dem neuen Testament in Verbindung. Wir wissen oft nicht wie es weiter geht. Das nicht wissen macht uns Angst, führt uns aber auch in eine innere Zuversicht und in die Gnade Gottes die uns zufällt.

Er würdigte noch einmal das Konferenzgeschehen der zurückliegenden Tage als ein Gutes miteinander im aufeinander hören, miteinander reden und aufeinander achtgeben.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Orgel, den Bläsern und dem Chor der Christuskirche ausgestaltet.

Worte aus Psalm 98 gab Bischof Harald Rückert der gesamten Konferenzgemeinde, den hauptamtlichen Pastorinnen und Pastoren, den Laiendelegierten und denjenigen in den verschiedenen Arbeitsfelder der Kirche mit auf den Weg. Das Gotteslob verbinde mehr mit Gott und miteinander als viele Diskussionen. Mit einem Lied auf den Lippen fällt jeder Weg leichter.

Mit dem Verlesen der Dienstzuweisungen erhielt jeder Gemeindebezirk eine Kerze. Diese ist sichtbares Zeichen dafür, dass Jesus Christus, das Licht der Welt, über unsere Gemeinden hinaus in alle Lande getragen werden soll.
AR


Danke Wilkau-Haßlau! Auf Wiedersehen im nächsten Jahr in Zschorlau vom 11. bis 14. Juni 2020!